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Sachkundeprüfung §34d – Versicherungsvermittler

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📋 Beschreibung

Was ist die Sachkundeprüfung §34d – Versicherungsvermittler?

Prüfungsinhalte und Themen

Die Sachkundeprüfung deckt ein breites Spektrum an versicherungsfachlichen und rechtlichen Themen ab. Im Bereich der rechtlichen Grundlagen werden Kenntnisse im Handels- und Gesellschaftsrecht, im Versicherungsvertragsrecht (VVG), in den Grundzügen des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) sowie im Wettbewerbs- und Datenschutzrecht geprüft. Ebenso wichtig sind die Vorschriften der Gewerbeordnung und der Versicherungsvermittlungsverordnung selbst sowie die Bestimmungen zur Bekämpfung von Geldwäsche.

Der fachliche Schwerpunkt liegt auf den verschiedenen Versicherungssparten. Du musst dich mit der Lebensversicherung, der privaten Krankenversicherung, der Schadenversicherung (etwa Haftpflicht-, Hausrat- und Kfz-Versicherung) sowie mit der Unfallversicherung und der betrieblichen Altersvorsorge auskennen. Dabei geht es nicht nur um Produktwissen, sondern auch um die Fähigkeit, den individuellen Versicherungsbedarf eines Kunden zu analysieren und passende Lösungen zu vermitteln. Ein weiterer Prüfungsbereich umfasst die Kundenberatung, die Dokumentationspflichten und die Grundlagen der Vermögensanlage.

Ablauf und Rahmenbedingungen

Die Sachkundeprüfung wird von den Industrie- und Handelskammern durchgeführt und besteht aus einem schriftlichen und einem praktisch-mündlichen Teil. Im schriftlichen Teil bearbeitest du Multiple-Choice-Aufgaben sowie offene Fragen innerhalb eines Zeitrahmens von in der Regel 120 Minuten. Der mündliche Teil umfasst ein fallbezogenes Beratungsgespräch, in dem du zeigen musst, dass du einen Kunden praxisnah und bedarfsgerecht beraten kannst. Dieser Teil dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Um die Prüfung zu bestehen, musst du in beiden Teilen jeweils mindestens 50 Prozent der erreichbaren Punkte erzielen. Die Prüfungsgebühren variieren je nach IHK und liegen üblicherweise zwischen 200 und 400 Euro.

Tipps zur Vorbereitung

Beginne frühzeitig mit der Vorbereitung und erstelle dir einen strukturierten Lernplan, der alle Prüfungsbereiche abdeckt. Konzentriere dich zunächst auf die rechtlichen Grundlagen, da diese die Basis für viele fachliche Fragen bilden. Arbeite regelmäßig mit Übungsfragen, um dein Wissen zu festigen und ein Gefühl für die Fragestellungen der Prüfung zu entwickeln. Für den mündlichen Teil empfiehlt es sich, Beratungsgespräche mit Lernpartnern zu simulieren, um Sicherheit im Kundengespräch zu gewinnen. Nutze zudem aktuelle Gesetzestexte und Fachliteratur, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Hier auf deinepruefung.de kannst du mit über 500 kostenlosen Übungsfragen gezielt trainieren und deinen Wissensstand in allen relevanten Themenbereichen überprüfen.

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Häufige Prüfungsfragen: Sachkundeprüfung §34d – Versicherungsvermittler

Hier findest du typische Fragen aus der Prüfung mit ausführlichen Erklärungen — ideal zur Vorbereitung.

Frage 1: Ein Kunde interessiert sich für eine fondsgebundene Lebensversicherung. Was ist ein typisches Merkmal dieser Versicherung?

Richtige Antwort: B — Die Beiträge werden vollständig in Investmentfonds investiert, und die Leistung hängt von deren Wertentwicklung ab.

Bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung werden die Beiträge in Investmentfonds investiert, sodass die Leistung bei Fälligkeit stark von der Wertentwicklung dieser Fonds abhängt. Es gibt keine garantierte Mindestrendite, was diese Form der Versicherung besonders risikobehaftet, aber auch chancenreich macht. Der Kunde hat somit die Möglichkeit von höheren Renditen, trägt jedoch das volle Anlagerisiko. Merksatz: Fondsgebunden heißt Renditechance und Anlagerisiko zugleich.

Frage 2: Ein Versicherungsvermittler berät einen Kunden zur privaten Unfallversicherung. Was gehört typischerweise nicht zu den Leistungen dieser Versicherung?

Richtige Antwort: C — Schmerzensgeld für erlittene Schmerzen.

Typischerweise gehört Schmerzensgeld nicht zu den Leistungen einer privaten Unfallversicherung, die sich auf die Absicherung der finanziellen Folgen eines Unfalls konzentriert, wie durch Kapitalzahlungen oder Unfallrenten. Gemäß den Musterbedingungen für die Unfallversicherung (AUB) sind Leistungen wie Invaliditätsleistungen und Unfallrenten abgedeckt. Merksatz: Die Unfallversicherung sichert finanziell ab, ersetzt aber nicht immaterielle Schäden wie Schmerzen.

Frage 3: Ein Kunde fragt nach den Besonderheiten der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Welche Aussage trifft zu?

Richtige Antwort: B — Die bAV kann in verschiedenen Durchführungswegen wie Direktversicherung oder Pensionskasse realisiert werden.

Die betriebliche Altersvorsorge kann in verschiedenen Durchführungswegen, wie Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds, gestaltet werden. Diese Vielfalt lässt Unternehmen und Arbeitnehmern Flexibilität in der Wahl der Vorsorgeform. Die bAV wird in der Regel gemeinsam von Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanziert und bietet attraktive Steuer- und Sozialversicherungsersparnisse. Merksatz: Vielseitigkeit der bAV durch verschiedene Durchführungswege.

Frage 4: Ein Kunde möchte sich über die Unterschiede zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung informieren. Welche Aussage ist korrekt?

Richtige Antwort: B — Die private Krankenversicherung bietet die Möglichkeit, den Versicherungsschutz individuell anzupassen.

Die private Krankenversicherung (PKV) ermöglicht es den Versicherten, ihren Versicherungsschutz individuell anzupassen und somit auf persönliche Bedürfnisse abzustimmen, im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, die ein festes Leistungsspektrum bietet. Gemäß SGB V ist der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung einheitlich. Praxistipp: Ein individueller Versicherungsschutz kann besonders in der PKV von Vorteil sein.

Frage 5: Ein Kunde möchte wissen, welche Pflichten er hat, wenn er seine Hausratversicherung in Anspruch nehmen muss. Welche Aussage ist korrekt?

Richtige Antwort: B — Er muss den Schaden unverzüglich melden und den Schadenumfang dokumentieren

Laut § 104 VVG hat der Versicherungsnehmer die Pflicht, den Versicherer unverzüglich über den Schaden zu informieren und den Schadenumfang möglichst genau zu dokumentieren, um eine reibungslose Schadenabwicklung zu gewährleisten. Diese Obliegenheit dient dazu, die Interessen des Versicherers zu wahren und eine schnelle Regulierung zu ermöglichen. Ein guter Merksatz: Sofort melden und dokumentieren, um die Regulierung nicht zu gefährden.

Frage 6: Ein Kunde möchte wissen, welche Leistungen die Pflegepflichtversicherung umfasst. Welche Aussage ist korrekt?

Richtige Antwort: C — Sie zahlt Pflegegeld oder Sachleistungen je nach Pflegegrad.

Die Pflegepflichtversicherung zahlt je nach Pflegegrad Pflegegeld an Pflegebedürftige, die zu Hause von Angehörigen gepflegt werden, oder übernimmt die Kosten für professionelle Pflegekräfte (Sachleistungen). Gemäß SGB XI sind die Leistungen abhängig vom anerkannten Pflegegrad. Ein Praxistipp ist, zusätzlich eine private Pflegezusatzversicherung in Betracht zu ziehen, da die gesetzliche Pflegeversicherung oft nicht alle Kosten deckt.

Frage 7: Ein Kunde überlegt, eine private Krankenversicherung (PKV) abzuschließen. Welche Voraussetzung muss er erfüllen?

Richtige Antwort: B — Er muss selbstständig oder über der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdienen.

Um sich privat krankenversichern zu können, muss ein Arbeitnehmer ein Einkommen oberhalb der sogenannten Jahresarbeitsentgeltgrenze erzielen oder selbstständig sein. Gemäß § 6 SGB V sind nur bestimmte Personengruppen von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreit. Ein Praxistipp ist es, die zukünftige Versicherungsdauer zu bedenken, da ein späterer Wechsel zurück zur GKV nicht immer möglich ist.

Frage 8: Ein Kunde fragt, was bei der Bedarfsermittlung im Bereich der Lebensversicherung besonders wichtig ist. Welche Aussage trifft zu?

Richtige Antwort: B — Die genaue Ermittlung der finanziellen Absicherung im Todesfall.

Gemäß § 61 VVG ist der Versicherungsvermittler verpflichtet, die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden zu ermitteln. Bei Lebensversicherungen steht besonders der Bedarf an finanzieller Absicherung im Todesfall im Vordergrund. Ein gründliches Verständnis dieses Bedarfs hilft dabei, die richtige Versicherungsart und -höhe zu wählen. Merksatz: Ermittlung des Versicherungsbedarfs ist der erste Schritt zur richtigen Absicherung.

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