SachkundeprüfungenSicherheitsgewerbe

Sachkundeprüfung §34a – Bewachungsgewerbe

Kostenlose Vorbereitung auf die IHK-Sachkundeprüfung §34a Bewachungsgewerbe mit hunderten Übungsfragen.

📝 500 Übungsfragen
⏱️ Prüfungssimulation verfügbar
💰 100% kostenlos

📋 Beschreibung

Was ist die Sachkundeprüfung §34a – Bewachungsgewerbe?

Prüfungsinhalte und Themen

Die Sachkundeprüfung deckt ein breites Spektrum an Themengebieten ab. Zu den Schwerpunkten gehören das Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, Gewerberecht und Datenschutz, Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) mit den Grundlagen zu Eigentum, Besitz und den sogenannten Jedermannsrechten sowie Straf- und Strafverfahrensrecht. Weitere wichtige Bereiche sind der Umgang mit Menschen, insbesondere Deeskalationstechniken und interkulturelle Kompetenz, Unfallverhütungsvorschriften der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV Vorschrift 23), Grundzüge der Sicherheitstechnik sowie Brandschutz und Notfallmaßnahmen.

Besonders häufig geprüft werden die rechtlichen Befugnisse von Sicherheitsmitarbeitern, etwa das Hausrecht, Notwehr (§32 StGB), Nothilfe und die vorläufige Festnahme nach §127 StPO. Du solltest diese Paragraphen sicher kennen und auf Praxisbeispiele anwenden können. Auch die Grundlagen des Arbeitsrechts und die Pflichten nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind regelmäßig Bestandteil der Prüfung.

Ablauf und Rahmenbedingungen

Die Sachkundeprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Im schriftlichen Teil bearbeitest du innerhalb von 120 Minuten Multiple-Choice-Fragen aus allen prüfungsrelevanten Themengebieten. Du musst mindestens 50 Prozent der Gesamtpunkte und in jedem einzelnen Themengebiet mindestens 50 Prozent erreichen, um den schriftlichen Teil zu bestehen. Erst wenn du den schriftlichen Teil bestanden hast, wirst du zur mündlichen Prüfung zugelassen. Die mündliche Prüfung dauert in der Regel etwa 15 Minuten und wird als Fachgespräch geführt, in dem du dein Wissen anhand praxisnaher Situationen unter Beweis stellst. Auch hier gilt: Mindestens 50 Prozent der Punkte sind zum Bestehen erforderlich.

Tipps zur Vorbereitung

Beginne frühzeitig mit dem Lernen und plane mindestens vier bis sechs Wochen Vorbereitungszeit ein. Arbeite die Themengebiete systematisch durch und konzentriere dich besonders auf die rechtlichen Grundlagen, da diese den Großteil der Prüfung ausmachen. Nutze Karteikarten, um dir wichtige Paragraphen und deren Inhalte einzuprägen, und übe regelmäßig mit Prüfungsfragen im Multiple-Choice-Format, um dich an die Fragestellung zu gewöhnen. Besonders hilfreich ist es, Praxisbeispiele durchzuspielen und die gelernten Rechtsgrundlagen auf konkrete Situationen anzuwenden. Hier auf deinepruefung.de kannst du mit ueber 500 kostenlosen Uebungsfragen gezielt trainieren und deinen Wissensstand in allen relevanten Themenbereichen ueberpruefen.

📚 Empfohlene Lernmaterialien

Diese Empfehlungen können deine Vorbereitung ergänzen. (Affiliate-Links – du zahlst nichts extra, wir erhalten eine kleine Provision.)

Häufige Prüfungsfragen: Sachkundeprüfung §34a – Bewachungsgewerbe

Hier findest du typische Fragen aus der Prüfung mit ausführlichen Erklärungen — ideal zur Vorbereitung.

Frage 1: Während eines Kontrollgangs auf einem Festivalgelände stellt ein Sicherheitsmitarbeiter fest, dass ein Feuerwerkskörper ungesichert in einem Bereich liegt, der öffentlich zugänglich ist. Was sollte der Sicherheitsmitarbeiter tun?

Richtige Antwort: B — Den Bereich sofort absperren und die zuständige Behörde informieren.

Gemäß § 3 ArbSchG (Arbeitsschutzgesetz) hat der Arbeitgeber dafür Sorge zu tragen, dass Gefährdungen für die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten und Dritter vermieden werden. Der Sicherheitsmitarbeiter muss den Bereich sofort absperren, um die Gefahr zu bannen und die zuständige Behörde informieren, um weitere Maßnahmen einzuleiten. Merksatz: Bei Gefährdungen immer die Absperrung und Information der zuständigen Stellen priorisieren.

Frage 2: Ein Sicherheitsmitarbeiter im Werkschutz wird Zeuge, wie ein Kollege ohne Atemschutzmaske in einem Bereich mit Chemikalien arbeitet. Welche Maßnahme ist angebracht?

Richtige Antwort: B — Den Kollegen ansprechen und auf die Pflicht zum Tragen der Schutzausrüstung hinweisen.

Laut ArbSchG § 15 sind Beschäftigte verpflichtet, die zur Verfügung gestellten persönlichen Schutzausrüstungen zu benutzen. Der Sicherheitsmitarbeiter sollte den Kollegen darauf hinweisen, dass die Atemschutzmaske in Bereichen mit Chemikalien zwingend erforderlich ist, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Ein Praxistipp ist, die Sicherheitsvorschriften regelmäßig in Erinnerung zu rufen, um die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen.

Frage 3: Ein Sicherheitsmitarbeiter während eines Nachtwachdienstes bemerkt, dass ein Kollege sich in einem gesperrten Bereich aufhält, ohne ersichtlichen Grund. Wie sollte er handeln?

Richtige Antwort: B — Den Kollegen darauf ansprechen und fragen, warum er sich dort aufhält.

Gemäß den internen Sicherheitsrichtlinien ist jeder Sicherheitsmitarbeiter verpflichtet, unbefugte oder unübliche Aktivitäten zu hinterfragen. Er sollte den Kollegen freundlich darauf ansprechen, um den Grund für seinen Aufenthalt im gesperrten Bereich zu klären und potenzielle Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Ein Praxistipp ist, immer den direkten Dialog zu suchen, um Missverständnisse zu klären und mögliche Gefahren zu erkennen.

Frage 4: Ein Sicherheitsmitarbeiter wird bei einer Veranstaltung Zeuge, wie ein Gast einem anderen Gast körperliche Gewalt androht. Welche rechtliche Grundlage ermöglicht ihm einzugreifen?

Richtige Antwort: C — Notwehrrecht nach §227 BGB

Gemäß § 227 BGB ist Notwehr die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden. Da dem anderen Gast Gewalt angedroht wird, ist der Angriff gegenwärtig und der Sicherheitsmitarbeiter darf eingreifen, um die Drohung zu unterbinden. Ein Praxistipp ist, den Einsatz von Deeskalationstechniken zu bevorzugen, bevor körperliche Maßnahmen ergriffen werden.

Frage 5: Ein Sicherheitsmitarbeiter in einem großen Einkaufszentrum beobachtet, wie ein Kunde ein Kleidungsstück anzieht und das Geschäft ohne zu bezahlen verlässt. Welche gesetzliche Grundlage erlaubt es ihm, den Kunden bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten?

Richtige Antwort: B — § 127 StPO - Jedermann-Festnahme

Gemäß § 127 StPO ist jedermann berechtigt, eine Festnahme durchzuführen, wenn jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt wird, um die Identität des Täters sicherzustellen. In diesem Fall hat der Sicherheitsmitarbeiter den Diebstahl direkt beobachtet und kann daher den Kunden festhalten, bis die Polizei eintrifft. Ein Merksatz: Die Jedermann-Festnahme erlaubt es jedem, bei einem beobachteten Diebstahl einzuschreiten.

Frage 6: Während eines Fußballspiels in einem Stadion wird ein Sicherheitsmitarbeiter auf eine Gruppe von Fans aufmerksam, die aggressiv auf andere Zuschauer losgeht. Welche rechtliche Grundlage erlaubt ihm, einzuschreiten?

Richtige Antwort: B — § 227 BGB Notwehr

Gemäß § 227 BGB darf sich ein Sicherheitsmitarbeiter im Rahmen der Notwehr gegen Angriffe zur Wehr setzen, um sich selbst oder Dritte zu schützen. Die Notwehr erlaubt es, Angriffe abzuwehren, wenn diese gegenwärtig und rechtswidrig sind. Ein Sicherheitsmitarbeiter darf demnach eingreifen, um die Bedrohung durch aggressive Fans abzuwehren. Merksatz: Notwehr erlaubt den angemessenen Einsatz von Gewalt zur Verteidigung.

Frage 7: Ein Sicherheitsmitarbeiter in einem Bürogebäude sieht, dass ein Kollege einen vertraulichen Bericht offen auf seinem Schreibtisch liegen gelassen hat. Welche Maßnahme ist korrekt?

Richtige Antwort: B — Den Kollegen darauf ansprechen und ihn bitten, vertrauliche Dokumente sicher aufzubewahren.

Gemäß der DSGVO besteht die Verpflichtung, personenbezogene Daten und vertrauliche Informationen angemessen zu schützen. Der Sicherheitsmitarbeiter sollte den Kollegen darauf hinweisen, dass vertrauliche Dokumente nicht offen herumliegen dürfen, um die Datensicherheit zu gewährleisten. Ein Merksatz ist: 'Datenschutz beginnt bei der eigenen Sorgfaltspflicht', daher sollte jeder im Team aktiv zur Sicherheit beitragen.

Frage 8: Während einer Großveranstaltung im Freien wird ein Sicherheitsmitarbeiter Zeuge, wie ein Unbekannter versucht, die Bühne zu betreten. Welche Maßnahme sollte er ergreifen?

Richtige Antwort: C — Den Unbekannten mit angemessener körperlicher Gewalt festhalten

Laut § 127 StPO hat jeder das Recht, eine Person vorläufig festzunehmen, die auf frischer Tat betroffen ist, um die Begehung einer Straftat zu verhindern oder zu unterbrechen. Der Sicherheitsmitarbeiter kann den Unbekannten festhalten, bis die Polizei eintrifft. Es ist wichtig, hierbei das Prinzip der Verhältnismäßigkeit zu wahren. Praxistipp: Bei Eingreifen immer nach dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz handeln.

Du willst mehr üben? Starte jetzt den kostenlosen Übungsmodus mit über 500 Fragen!

💬

Feedback geben

Dein Feedback hilft uns, die Seite besser zu machen. Danke!