Geprüfter Berufspädagoge (IHK)

Was ist die Prüfung „Geprüfter Berufspädagoge (IHK)“?

Die Prüfung zum Geprüften Berufspädagogen (IHK) ist eine bundesweit anerkannte Fortbildungsprüfung auf Master-Niveau (DQR-Stufe 7), die auf der Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin (Berufspädagogenverordnung – BerufspädFortbV) basiert. Sie richtet sich an dich, wenn du bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie einschlägige Berufserfahrung verfügst und deine Karriere im Bereich der beruflichen Bildung auf ein strategisches und leitendes Niveau heben möchtest. Zur Prüfung wirst du zugelassen, wenn du eine erfolgreich abgelegte Prüfung zum Aus- und Weiterbildungspädagogen oder einen vergleichbaren Fortbildungsabschluss und mindestens ein Jahr Berufspraxis nachweisen kannst. Alternativ ist die Zulassung auch mit einem abgeschlossenen Studium in einem pädagogischen oder verwandten Fach und entsprechender Berufserfahrung möglich. Der Abschluss qualifiziert dich für verantwortungsvolle Positionen in der Planung, Organisation und Steuerung beruflicher Bildungsprozesse in Unternehmen, Bildungsträgern und öffentlichen Einrichtungen.

Prüfungsinhalte und Themen

Die Prüfung gliedert sich in drei große Handlungsbereiche. Im ersten Bereich „Kernprozesse der beruflichen Bildung“ beschäftigst du dich mit Lernprozessen und Lernbegleitung, der Plannung und Durchführung beruflicher Bildungsprozesse, Managementprozessen in der beruflichen Bildung sowie der Beratung in Bildungsprozessen. Der zweite Bereich „Berufspädagogisches Handeln in Bereichen der beruflichen Bildung“ umfasst die Gestaltung von Aus- und Weiterbildung, die Personalentwicklung und -beratung sowie spezielle berufspädagogische Funktionen wie Bildungsmarketing und Qualitätsmanagement.

Im dritten Bereich erstellst du eine Projektarbeit zu einem praxisrelevanten Thema der beruflichen Bildung und präsentierst diese im Rahmen eines Fachgesprächs. Dabei zeigst du, dass du komplexe berufspädagogische Fragestellungen eigenständig analysieren, Lösungskonzepte entwickeln und diese fachlich fundiert vertreten kannst. Querschnittsthemen wie Recht, Diversity und Medienkompetenz fließen in alle Bereiche ein.

Ablauf und Rahmenbedingungen

Die Prüfung besteht aus schriftlichen Klausuren, einer mündlichen Prüfung sowie einer Projektarbeit mit Präsentation und Fachgespräch. Die schriftlichen Prüfungen zu den ersten beiden Handlungsbereichen dauern in der Regel jeweils mehrere Stunden und werden an verschiedenen Prüfungstagen abgelegt. Nach erfolgreichem Bestehen der schriftlichen Teile folgt die Projektarbeit, für die dir in der Regel 30 Kalendertage zur Verfügung stehen. Anschließend präsentierst du deine Ergebnisse und stellst dich einem Fachgespräch vor dem Prüfungsausschuss. Jeder Prüfungsteil muss mit mindestens ausreichenden Leistungen bestanden werden. Nicht bestandene Prüfungsteile kannst du zweimal wiederholen.

Tipps zur Vorbereitung

Beginne frühzeitig mit deiner Vorbereitung und erstelle einen strukturierten Lernplan, der alle drei Handlungsbereiche abdeckt. Arbeite intensiv mit der Berufspädagogenverordnung und den Rahmenplänen, um die prüfungsrelevanten Inhalte genau zu kennen. Nutze Fachliteratur zur beruflichen Bildung und verknüpfe theoretische Konzepte mit deiner eigenen Berufspraxis – gerade für die Projektarbeit ist dieser Praxisbezug entscheidend. Bilde Lerngruppen, um komplexe Themen zu diskutieren, und übe das Präsentieren deiner Ergebnisse vor Publikum, um im Fachgespräch sicher aufzutreten. Hier auf deinepruefung.de kannst du mit ueber 500 kostenlosen Uebungsfragen gezielt trainieren und deinen Wissensstand in allen relevanten Themenbereichen ueberpruefen.

Aus- und Weiterbildungspädagoge

Was ist die Prüfung „Aus- und Weiterbildungspädagoge“?

Die Prüfung zum Aus- und Weiterbildungspädagogen ist eine bundesweit anerkannte Fortbildungsprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), die auf DQR-Stufe 6 eingeordnet ist und damit auf Bachelor-Niveau liegt. Sie richtet sich an Personen, die in der beruflichen Aus- und Weiterbildung tätig sind oder es werden möchten – zum Beispiel Ausbilder, Dozenten, Personalentwickler oder Bildungsberater. Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge vom 21. August 2009. Zur Prüfung wirst du zugelassen, wenn du eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie den Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung (Ausbildereignungsprüfung nach AEVO) vorweisen kannst und über mindestens ein Jahr Berufspraxis im Bereich der Aus- und Weiterbildung verfügst. Alternativ können auch andere einschlägige Qualifikationen und Berufserfahrung zur Zulassung führen.

Prüfungsinhalte und Themen

Die Prüfung gliedert sich in drei große Handlungsbereiche. Der erste Bereich umfasst die Lernprozesse und Lernbegleitung – hier geht es um lern- und entwicklungstheoretische Grundlagen, die Gestaltung von Lernprozessen, Lernberatung sowie die Förderung individueller Kompetenzentwicklung. Der zweite Bereich behandelt die Planungsprozesse in der beruflichen Bildung, also die Organisation und Planung von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, die Gewinnung und Auswahl von Auszubildenden sowie die Bewertung von Bildungsmaßnahmen und deren Qualitätssicherung.

Der dritte Bereich widmet sich den Berufspädagogischen Begleitprozessen. Dazu zählen die Beratung von Bildungsteilnehmern, die Unterstützung bei Lernschwierigkeiten, das Erkennen und Fördern besonderer Begabungen sowie die Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren wie Betrieben, Berufsschulen und Kammern. Relevante rechtliche Grundlagen, die du kennen solltest, sind unter anderem das Berufsbildungsgesetz, die Handwerksordnung, das Jugendarbeitsschutzgesetz sowie das Sozialgesetzbuch III im Kontext der Arbeitsförderung.

Ablauf und Rahmenbedingungen

Die Prüfung besteht aus schriftlichen Klausuren zu den einzelnen Handlungsbereichen sowie einer Projektarbeit mit anschließender Präsentation und einem Fachgespräch. Die schriftlichen Prüfungsteile dauern jeweils zwischen 120 und 180 Minuten. Die Projektarbeit wird als schriftliche Hausarbeit zu einem praxisbezogenen Thema angefertigt, das dir vom Prüfungsausschuss gestellt wird. Im Anschluss präsentierst du deine Ergebnisse und stellst dich einem Fachgespräch. Jeder Prüfungsteil muss mit mindestens ausreichend (50 Punkte) bestanden werden. Nicht bestandene Prüfungsteile kannst du zweimal wiederholen.

Tipps zur Vorbereitung

Beginne frühzeitig mit der Vorbereitung und arbeite die drei Handlungsbereiche systematisch durch. Nutze die Verordnung und den Rahmenplan als Orientierung, um sicherzustellen, dass du alle prüfungsrelevanten Themen abdeckst. Verbinde theoretisches Wissen immer mit praktischen Beispielen aus deinem beruflichen Alltag – das hilft dir besonders bei der Projektarbeit und im Fachgespräch. Bilde Lerngruppen, um komplexe Themen wie Lerntheorien oder rechtliche Grundlagen gemeinsam zu erarbeiten, und teste dein Wissen regelmäßig mit Übungsaufgaben. Hier auf deinepruefung.de kannst du mit über 500 kostenlosen Übungsfragen gezielt trainieren und deinen Wissensstand in allen relevanten Themenbereichen überprüfen.

AEVO / Ausbilderschein

Was ist die AEVO-Prüfung?

Die AEVO-Prüfung (Ausbilder-Eignungsverordnung), oft auch als Ausbilderschein oder AdA-Schein (Ausbildung der Ausbilder) bezeichnet, ist der bundesweit anerkannte Nachweis, dass du fachlich und pädagogisch in der Lage bist, Auszubildende im Betrieb anzuleiten. Wer in einem Unternehmen als verantwortlicher Ausbilder tätig sein möchte, benötigt in der Regel diesen Nachweis. Die AEVO-Prüfung wird vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) oder Handwerkskammer (HWK) abgelegt und ist branchenübergreifend gültig. Auch für Meisterprüfungen ist der Ausbilderschein ein fester Bestandteil (Teil IV der Meisterprüfung). Die Qualifikation zeigt, dass du nicht nur fachliches Wissen mitbringst, sondern auch weißt, wie du Wissen strukturiert und zielgruppengerecht vermitteln kannst.

Prüfungsinhalte

Die AEVO-Prüfung gliedert sich in vier Handlungsfelder. Im ersten Handlungsfeld geht es um die Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen — also um rechtliche Rahmenbedingungen, Eignung des Betriebs und die Analyse des Berufsbildes. Das zweite Handlungsfeld behandelt die Vorbereitung der Ausbildung, darunter die Erstellung eines betrieblichen Ausbildungsplans und die Mitwirkung bei der Einstellung von Auszubildenden. Im dritten Handlungsfeld steht die Durchführung der Ausbildung im Mittelpunkt: Lernmethoden, Motivation, Beurteilung von Leistungen und der Umgang mit Lernschwierigkeiten. Das vierte Handlungsfeld befasst sich mit dem Abschluss der Ausbildung, insbesondere der Vorbereitung auf Prüfungen und der Erstellung von Zeugnissen.

Ablauf und Rahmenbedingungen

Die AEVO-Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Der schriftliche Teil umfasst programmierte Aufgaben im Multiple-Choice-Format und dauert in der Regel 180 Minuten. Im praktischen Teil führst du entweder eine Ausbildungssituation durch oder präsentierst ein Konzept für eine Ausbildungseinheit — anschließend folgt ein Fachgespräch. Der praktische Teil dauert insgesamt etwa 30 Minuten. Beide Prüfungsteile müssen bestanden werden, wobei jeweils mindestens 50 Prozent der Punktzahl erreicht werden müssen. Die Prüfungsgebühren variieren je nach Kammer, liegen aber typischerweise zwischen 150 und 200 Euro. Die Anmeldung erfolgt direkt bei deiner zuständigen IHK oder HWK. Vorbereitungskurse werden sowohl in Vollzeit (oft eine Woche) als auch berufsbegleitend über mehrere Wochen angeboten.

Tipps für deine Vorbereitung

Arbeite die vier Handlungsfelder systematisch durch und setze dir einen realistischen Lernplan. Konzentriere dich besonders auf die rechtlichen Grundlagen wie das Berufsbildungsgesetz und die Handwerksordnung, da diese im schriftlichen Teil häufig abgefragt werden. Übe frühzeitig mit Prüfungsfragen im Multiple-Choice-Format, um dich an die Fragestellung und das Zeitmanagement zu gewöhnen. Bereite für den praktischen Teil eine Ausbildungssituation vor, die du sicher beherrschst, und übe die Präsentation laut — das gibt dir Sicherheit im Fachgespräch. Auf deinePruefung.de kannst du kostenlos mit über 500 Übungsfragen trainieren — ohne Anmeldung und ohne Kosten.

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